IMK-Studie zum Magischen Viereck

Ende November 2017 hat das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung die aktuelle Berechnung des „Magischen Vierecks“ veröffentlicht. Das Denkwerk Demokratie e.V. und die Friedrich-Ebert-Stiftung sind Urheber und Partner dieses Projekts.

Die Untersuchung stützt sich auf ein Set von Indikatoren, die das Wirtschaftswachstum als Wohlstandsmaßstab ergänzen. Die Eckpunkte lauten: materieller Wohlstand und ökonomische Stabilität – Nachhaltigkeit der Staatstätigkeit und Staatsfinanzen – soziale Nachhaltigkeit – ökologische Nachhaltigkeit. Hinter jedem der Oberbegriffe steht eine Reihe von Indikatoren, die Fortschritt oder Rückschritt messbar machen.

Die aktuelle Berechnung zeigt, dass die Nachhaltigkeit in Deutschland in den vergangenen Jahren nur geringe Fortschritte gemacht hat. In den Bereichen wirtschaftliche, soziale und ökologische Nachhaltigkeit sowie bei Staatsfinanzen und Staatstätigkeit wurden lediglich vier von 13 Zielen erreicht.

50 Jahre Magisches Viereck – Zur Neu-Vermessung des Wohlstands

Veranstaltung zur Aktualisierung der Studie (Link) zum „Neuen Magischen Viereck“, präsentiert von der Friedrich Ebert Stiftung in Kooperation mit dem Denkwerk Demokratie e.V.

 

Mittwoch, 18. Januar 2017, Landesvertretung Rheinland-Pfalz, Berlin

 

Mit dem Autor der Studie, Prof. Dr. Sebastian Dullien, Professor für Allgemeine Volkswirtschaftslehre, Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), Berlin, und einem Kommentar von Roland Zieschank, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum für Umweltpolitik, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, Freie Universität Berlin
Im Anschluss Podiumsdiskussion mit:

 

Katarina Barley, SPD-Generalsekretärin, Vorstand Denkwerk
Demokratie

 

Prof. Dr. Sebastian Dullien, Professor für Allgemeine Volkswirtschaftslehre,
insbesondere internationale Wirtschaft, Hochschule
für Technik und Wirtschaft (HTW), Berlin

 

Michael Kellner, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Politischer Bundesgeschäftsführer,
Vorstand Denkwerk Demokratie

 

Roland Zieschank, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungszentrum
für Umweltpolitik, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft,
Freie Universität Berlin

 

Moderation: Ulrike Herrmann, Wirtschaftskorrespondentin der
Tageszeitung „taz“

 

 

Werkbericht Nr. 7: Das neue Magische Viereck im Realitätscheck

Das im BIP abgebildete Wachstum der Wirtschaftsleistung kann für sich genommen nicht mehr alleiniger Indikator für den Erfolg einer Volkswirtschaft sein. Seit 2012 haben wir im Rahmen des Denkwerk Demokratie intensiv über Fragen einer alternativen Berechnung von Wohlstand gearbeitet. Mit der als Werkbericht Nr. 2 des Denkwerks erschienen Studie „Ein neues ‚Magisches Viereck“ haben Sebastian Dullien und Till van Treeck erste Ideen vorgelegt. Für unsere Diskussionen im Denkwerk Demokratie ist die Entwicklung einer sozial-ökologischen Reformperspektive programmatisches Leitbild. Wir sind der Überzeugung, dass eine solche Perspektive sowohl gesellschaftlich wie auch volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Die vier vorgeschlagenen Dimensionen „Zukunftsfähigkeit der Staatstätigkeit und der Staatsfinanzen“, „Materieller Wohlstand und ökonomische Nachhaltigkeit“, „soziale Nachhaltigkeit“ und „ökologische Nachhaltigkeit“ werden sich sicher nicht immer gleichmäßig und harmonisch entwickeln. Im Gegenteil, an manchen Stellen zeichnen sich auch gesellschaftliche Zielkonflikte ab, die es zu diskutieren und zu bearbeiten gilt. Der Ansatz des „neuen Magischen Vierecks“ macht diese Zielkonflikte deutlich und somit politisch bearbeitbar.

Mit der vorliegenden Studie von Prof. Dr. Sebastian Dullien unterziehen wir unsere Überlegungen zu einem „Neuen Magischen Viereck“ nun einem ersten Praxistest.